ein Stück von Ödön von Horváth

Frühjahr 2012

Ein Lehrer wehrt sich gegen den Nationalsozialismus, der ihm leider auch in
der Schule des Öfteren begegnet. Aufkommende Vorurteile gegenüber Schwarzen
und Juden, die meist auch der Überzeugung der Eltern entstammen, lassen ihn
an der Existenz Gottes zweifeln, da es seiner Meinung nach zu viel
Ungerechtigkeit auf der Erde gibt. Der Schuldirektor verbietet ihm, die
Schwarzen weiterhin zu verteidigen, weil es auch von den Behörden so
vorgeschrieben wird. Einen Tag später erhält er einen Brief von seinen
Schülern, in dem sie ihm mitteilen, dass sie ihn als Lehrer nicht mehr
akzeptieren können. Die einzigen Lichtblicke sind für ihn die Gespräche mit
Julius Caesar, einem Freund aus einer Bar.
Die Klasse soll mit ihm, als Vorbereitung auf den Militärdienst, in der
Osterwoche auf ein Zeltlager fahren. Dort beobachtet er, wie eine Bande eine
alte Frau beraubt. Er prägt sich das Gesicht der Anführerin ein und stellt,
nachdem auch in dem Schullager einige Dinge verschwinden, Wachen auf. Doch
trotzdem wird gestohlen, und er beschließt nun auch die Wachen zu
überwachen. Einmal sieht der Lehrer einen seiner Schüler, den Z, mit diesem
Mädchen sprechen. Er bricht, während die Klasse auf einer Übung im Wald ist,
das Kästchen des Z, in dem sich dessen Tagebuch befindet, auf, und liest die
Notizen der vergangenen Tage. Er erfährt, dass der Z sich in die Diebin,
Eva, verliebt hat. Da das Kästchen sich nicht mehr schließen lässt,
beschuldigt der Z den N, das Tagebuch gelesen zu haben. Wenige Tage später
wird der N tot aufgefunden.
Bei der Verhandlung nimmt der Z die Schuld auf sich, Eva aber behauptet,
dass ein Unbekannter den N erschlagen habe. Eine Schülergruppe des Lehrers
verdächtigt den T, der sich daraufhin auch als Mörder entpuppt und
Selbstmord begeht.