von Ödon von Horvath

Premiere
20 Uhr 17.Februar 2006
Bräustüberl Berchtesgaden
Wiederaufnahme Herbst 2006
Fr. 10..11.; Sa. 11.11. Sa. ; Fr:17.11.; Sa.18.11,

Ödön von Horvath, der Realist mit satirischer Feder beschrieb hier, wie auch in den meisten seiner anderen Stücke, die politischen und ökonomischen Zustände seiner Zeit, indem er die Inflationsära und die Wirtschaftsmisere entlarvte. Zweifel und Hoffnung, Depression und Optimismus schilderte er in der Hoffnung, dadurch eine „Demaskierung des Bewusstseins“ zu erreichen. Sein Zeitgenosse Alfred Polgar, Autor und Dramaturg, schrieb nach der Uraufführung 1932 im Schauspielhaus Leipzig über die Person Karoline: „Man kann sie vielmehr einen guten Kerl nennen: nur fehlen ihr die sittlichen Grundsätze. Eine negative Eigenschaft, die sie mit sämtlichen Versuchspersonen des Horvathschen Laboratoriums teilt.“ Trauer über verlorene Liebe und Lachen über hanebüchene Klischees lässt Horvath hier bewusst aufeinander stoßen.

Selbst charakterisierte Horvath sein Werk so: „Es soll gezeigt werden, wie tragische Ereignisse sich im Alltagsleben oft in eine komische Form kleiden….Alle meine Stücke sind Tragödien…sie werden nur komisch, weil sie unheimlich sind.“ Seine Arbeitslosen, Proletarier, Kleinbürger benutzen in ihrer Umgangssprache die verstiegenen Banalitäten und nichts sagenden Klischees höherer Gesellschaftsschichten, was eine ebenso komische wie erschreckende Wirkung hat. So kommt es zu einer Demaskierung des Bewusstseins. „Ich habe nur zwei Dinge, gegen die ich schreibe, das ist dieDummheit und die Lüge, zwei wofür ich eintrete, das ist die Vernunft und Aufrichtigkeit.“

Schauspieler und Schauspielerinnen

 

Kasimir Joseph Weidl
Karoline Rose Reiter
Rauch Raphael Ilsanker
Speer Tilmann Pfrommer
Der Merkl Franz Philipp Walter
Dem Merkl Franz seine Erna Anna Russegger
Schürzinger Carlo Siegfried
Elli Anna Lena Schneider
Maria Hannah Repscher
Arzt/Ausrufer Manuel Bogner
Sanitäter/Mann mit Bulldogkopf
Juanita
Michael Kecht

Crew

Licht Andreas Wank
Christoph Bachmeier
Kostüme Anna Russegger
Plakatentwurf Anna Sonnleitner
Bühnenkonzept Friedl Reinbold
Anna Russeger
Martin Klocke
Maske/Frisuren Bettina Nock
Regie Friedl Reinbold
Martin Klocke